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Femto-Lasik

Als Femto-Lasik bezeichnet man ein spezielles Operationsverfahren der refraktiven Chirurgie. Die landläufig auch als "Augenlasern" bezeichnete Operationsmethode ermöglicht es, nach der Operation wieder ohne Brille oder Sehhilfe gut und scharf sehen zu können. Augenlasern kommt immer dann in Frage, wenn die Ursache einer Fehlsichtigkeit brechungsbasiert ist, also in einer unzureichenden Brechkraft des Auges liegt (siehe dazu: dioptrischer Apparat des Auges). Das ist bei den meisten weit verbreiteten Fehlsichtigkeiten der Fall: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus.

Femto-Lasik (Verfahren)
Femto-Lasik (Verfahren)

Wie funktioniert Femto-Lasik?

Grundsätzlich funktioniert das Augenlaser-Verfahren so: Die oberste Schicht der Netzhaut wird hauchdünn und kreisförmig abgetrennt, so dass sie nur noch an einem kleinen Zipfel hängt. Dieser sog. Flap wird hochgeklappt und die mittlere Schicht der Hornhaut mithilfe eines Lasers so abgetragen, dass die Brechungswirkung der Hornhaut sich so verändert, dass man wieder optimal sehen kann. Anschließend wird der Flapp wieder herunter geklappt. Vorteil des Flaps: so verringert man Entzündungen und verbessert den Verheilungsprozess.

Im Unterschied zum Lasik-Verfahren wird der Flap nicht mit einem Messer, sondern mit einem Femto-Sekundenlaser erzeugt wird. Deswegen heißt es auch Femto-Lasik.

Die folgende Grafik zeigt den Aufbau der Hornhaut (Cornea). Die oberen Schichten (Epithelschicht und Bowman-Membran) wird als Flap abgehoben und nach der OP wieder auf die bearbeitete Hornhaut gelegt. Das eigentliche Abtragen mithilfe des Lasers, das zu einer verbesserten Brechungswirkung führt, geschieht in der mittleren Schicht, dem Stroma.

Hornhaut Aufbau (Schichten)
Hornhaut (Auge) Aufbau

Was kosten Femto-Lasik?

Die Kosten für Femto-Lasik unterschieden sich von Augenklinik zu Augenklinik. Als grobe Hausnummen kann man von rund 1.500 bis 2.000 Euro pro Auge ausgehen. Mehr dazu siehe: Femto-Lasik-Kosten.

Voraussetzung für Femto-Lasik

Wie bei allen Verfahren der refraktiven Chirurgie müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Augenlaser-Operation erfolgreich durchgeführt werden kann. Das betrifft insebsondere die Dicke und Beschaffenheit der Hornhaut. Grundsätzlich gilt: man darf natürlich nur so viel (bzw. wenig) abtragen, dass die Hornhaut anschließend noch stabil ist und sich weiterhin gut versorgen kann. Daraus folgt, dass es gewisse Dioptrien-Grenzen gibt:

  • max. -10 dpt (Dioptrien) bei Kurzsichtigkeit
  • max. +4 dpt bei Weitsichtigkeit
  • max. -5 dpt bei Astigmatismus

Natürlich gibt es noch weitere Einschränkungen: so darf z.B. keine Unverträglichkeit für bestimmte Medikamente vorhanden sein. Auch das Alter spielt eine Rolle:

  • Jünger als 25 Jahre: von einer Augenlaser-OP wird abgeraten, weil das Auge noch im Wachstum ist und sich die Werte daher noch verändern können.
  • Bei Patienten, die älter sind als 65 Jahre, raten die Augenärzte in der Regel vom Augenlasern ab.
  • Ab ca. 40 Jahren macht sich die Alterssichtigkeit bemerktbar. Das Auge verliert also aufgrund fehlender Akkommodationskraft zunehmen an Sehschärfe. In dieser Phase raten die meisten Augenärzte zu einer künstlchen Augenlinse, die man ggf. später noch austauschen kann.

Das ideale Alter für das Augenlasern bzw. für Femto-Lasik liegt also zwischen 25 und 40 Jahren.

Augen-Operation mit Laser: Augenlasern
Augen-Operation mit Laser: Augenlasern

Femto-Lasik im Vergleich

Beim Lasik-Verfahren wird der Flap mithilfe eines ultrafeinen Messers (mechanisch) geschnitten. Diese Methode ist am ältesten, aber hat sich bewährt. Sie birgt geringe Risiken und ist aktuell die kostengünstigste Methode (abgesehen von der "groben PRK-Methode", die aber nur noch selten angewandt wird).

Femto-Lasik ist insofern "sicherer", als dass der Flap mithilfe eines ultrafeinen Femto-Sekundenlasers erzeugt wird. Die Gefahr einer Infektion durch minimale Verunreinigungen des Messers ist dadurch minimiert. Ansonsten ähneln sich beide Verfahren. Aufgrund der teureren Operationsgeräte sind die Kosten für Femto-Lasik höher.

Das ReLEX-SMILe-Verfahren unterscheidet sich von den beiden zuvor genannten, weil gar kein Flap mehr benötigt wird. Stattdessen wird mithilfe des Lasers eine Art "Kissen" in der Hornhaut erzeugt, dass durch einen winzigen Kanal abgesaugt werden kann. Die Oberfläche der Hornhaut bleibt fast vollständig intakt, was das Infektionsrisiko noch einmal deutlich verringert. ReLEX-Smile ist das teuerste Augenlaser-Verfahren.

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